{"id":727,"date":"2019-11-15T02:32:27","date_gmt":"2019-11-15T01:32:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.chirwin.ch\/chirwinblog\/?p=727"},"modified":"2019-11-15T03:16:52","modified_gmt":"2019-11-15T02:16:52","slug":"immer-mehr-kosten-fuer-die-chiropraxis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.chirwin.ch\/chirwinblog\/?p=727","title":{"rendered":"Immer mehr Kosten f\u00fcr die Chiropraxis"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Meinung des Autors (und ausschliesslich von diesem)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"665\" height=\"331\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.chirwin.ch\/chirwinblog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kosten-1.jpg?resize=665%2C331&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-731\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.chirwin.ch\/chirwinblog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kosten-1.jpg?resize=1024%2C510&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.chirwin.ch\/chirwinblog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kosten-1.jpg?resize=300%2C149&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.chirwin.ch\/chirwinblog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kosten-1.jpg?resize=768%2C382&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.chirwin.ch\/chirwinblog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kosten-1.jpg?resize=660%2C328&amp;ssl=1 660w, https:\/\/i0.wp.com\/www.chirwin.ch\/chirwinblog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kosten-1.jpg?w=1242&amp;ssl=1 1242w\" sizes=\"(max-width: 665px) 100vw, 665px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2013 erstelle ein(e) Chiropraktor*In noch eine Rechnung, sandte sie dem Patienten und fertig. <strong>Aufwand?<\/strong> Administration und Marke waren die Kosten. Das Inkasso-Risiko in der Stadt bei 8% auf dem Lande bei 3%. Dies die Zahlen von unseren Anwendern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann ging es los: Zuerst die neuen Vertr\u00e4ge im <strong>UVG<\/strong>, nur noch via MediData, dann folgte das <strong>KVG<\/strong>. Die Kosten lagen hier bei den meisten Praxen ausschliesslich bei der Hardware und Software &#8211; Umstellung. Das versenden der elektronischen Rechnungen via MediData\/MediPort war gratis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es folgte was kommen musste, Anpassung der Rechnungsformulare, Drucker mit 2 Sch\u00e4chten, permanentes Internet und so weiter. Die Monitore wurden zu klein um eine Rechnung zu betrachten. Das aufkommen der digitalen R\u00f6ntgen  und dem versenden dieser Bilder\/Daten ben\u00f6tigte einen sicheren Zugriff. <strong>HIN<\/strong>, bis dahin eher eine kleine Firma die f\u00fcr das Abfragen der Kartendaten ein Muss war, mausert sich zum E-Mail Client f\u00fcr alle Arztpraxen. 15 bis ??? Franken im Monat f\u00fcr den Client. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um Kartendaten einzulesen, ben\u00f6tigt man einen Vertrag bei <strong>CoverCard<\/strong>\/Ofac, dieser ist aber nur zu l\u00f6sen, mit einer aktiven <strong>HIN<\/strong>&#8211;Adresse. Hier kauft man dann auch die <strong>Leseger\u00e4te <\/strong>(Magnet oder Chip) die im Handel f\u00fcr 30 Franken angeboten werden, zu 160 Franken. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Anmeldung bei SASIS nicht vergessen, ohne diese kriegt man im TP kein Geld.  Ok war fr\u00fcher schon n\u00f6tig f\u00fcr Konkordats oder SN- Nummer<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun kommt noch die <strong>MediData<\/strong>, die bisher von den Kassen, einen 0\/000 Betrag bekam und damit gut leben konnte.  Die Sicherheit bestand aus einem KEY (Sicherheit-Zertifikat), vom Kunden einmalig pro Jahr eingegeben. Obwohl nun bei den meisten Praxen ein HIN\/Proxy seine Dienste tut, entwickelt man eine eigene L\u00f6sung in Form einer Hardware. Die vermietet man nun und verlangt zwischen 19 und 36 Franken im Monat. Und was macht diese Box, ach ja sie sendet Rechnungen an die MediData bzw. an die Kassen. Das eigene MediPort System l\u00f6st man dazu auf, damit es auch ja keine Alternativen gibt. Eine mal angek\u00fcndigte File-L\u00f6sung (ohne Hardware) wurde beerdigt. Haben Sie sich mal \u00fcberlegt wenn alle 25&#8217;000 Praxen (Arzt\/Chiro\/Physio etc.) ein solches Ger\u00e4t betreiben m\u00fcssen um Rechnungen zu versenden, alleine der Stromverbrauch??? Ach ja und die Einnahmen der MediData&#8230; Ups..<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiteres Elend, die einzige Kommunikation zwischen Chiropraxis und \u00fcberweisendem Arzt, ein <strong>Bericht<\/strong>, wird von den meisten Kassen <strong>nicht mehr bezahlt<\/strong>. Gerade DIESER f\u00f6rderte das Vertrauen zur Chiropraxis in den letzten beiden Jahrzehnten. Es ist in unserer stressigen Welt, auch die einzige L\u00f6sung, die Diagnose und eventuell weiter Empfehlung kund zu tun. Chiropraktor*Innen sind wohl seit 2004\/2009 gefestigt in unserem Gesundheitswesen und als Arzt, anerkannt, aber genau dies wird mit dieser Weisung wieder hinterfragt. Zu Vermerken ist wohl, das einige Kassen, Berichte immer noch bezahlen, aber es werden immer weniger. Der \u00fcberweisende Arzt hat zudem die M\u00f6glichkeit unter Tarmed, den Aufwand zum lesen der Berichte zu verrechnen, der Chiropraktor nur im UVG.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun das Ganze hat auch seine Vorteile. Das Inkasso-Risiko ist extrem gesunken, wer den Kartenleser bei Neupatienten*Innen benutzt, kann dieses sogar auf 0.2% senken (unsere Erfahrungen der letzten 2 Jahre). Praxen die auf den Verkauf von MiGeL und andere Artikel verzichten, haben dazu eine fast 99,9%  Wahrscheinlichkeit, dass die Rechnung von den Kassen ohne Kommentar \u00fcbernommen wird. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gr\u00f6sste Inkasso-Risiko f\u00fcr Chiropraxen ist nach wie vor, wenn es zu abgewiesenen UVG-F\u00e4llen kommt. R\u00fccknahme der Rechnung, Kontakt mit dem Patienten, welche Kasse nun zust\u00e4ndig ist und keine M\u00f6glichkeit mehr, via Direkt-Auskunft einen Inkassofall zu verhindern. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-pale-cyan-blue-background-color wp-block-paragraph\">Dennoch kommen wir auf eine Mehrbelastung pro Chiropraktor*In von gut 1400 Franken\/Jahr. In der Gegenverrechnung zum niedrigen Inkasso-Risiko wohl ein kleiner Betrag, aber dennoch. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-pale-cyan-blue-background-color wp-block-paragraph\">Weit mehr schl\u00e4gt der Verlust der M\u00f6glichkeit, Berichte zu verrechnen zu Buche. Viele Chiropraktor*Innen schreiben nun unentgeltlich und in kaum zu bezifferndem Aufwand, ihre Berichte. Bei den 4 Praxen wo wir diese Daten auswerten durften sind dies im Schnitt, Aufwendungen von 19&#8217;700 Franken im Jahr (bei gut 550 Berichten).  Bei Gespr\u00e4chen konnten wir festhalten, dass dies auch gut und gerne 3 bis 6 Stunden pro Woche, Aufwand bedeutet, der meist nach der normalen Arbeitszeit oder gar am Wochenende anf\u00e4llt.  In Anbetracht der Ums\u00e4tze der teilnehmenden Praxen ist dies ein Minderverdienst von 4 bis 8%.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background has-medium-font-size has-very-light-gray-color has-vivid-red-background-color wp-block-paragraph\">Doch die richtig grossen Kosten folgen noch. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-light-green-cyan-background-color wp-block-paragraph\">Wer noch kein digitales R\u00f6ntgen hat, wird sich hier Kosten aufhalsen, Die Support-Vertr\u00e4ge sind happige Brocken.  Daf\u00fcr entfallen Kosten f\u00fcr Chemie etc. Immer wieder muss ich staunen, dass bei solchen Vertr\u00e4gen, das eigentliche Kernst\u00fcck, die Bildbetrachtung (Software) separat verrechnet wird und diese Kosten je nach System teurer sind als die Wartungskosten der R\u00f6ntgen-Anlage. Ist in etwa so, wie wenn Sie einen Fernseher kaufen, aber dann monatlich daf\u00fcr bezahlen m\u00fcssen, dass dieser auch ein Bild liefert. Noch fraglicher sind die Befund-Monitore. Ein Relikt aus fr\u00fcheren Jahren, dass zu Recht vor vielen Jahren dazu f\u00fchrte, dass die R\u00f6ntgenbilder auf den damals schlechten VGA Monitoren, nicht zu Fehldiagnosen f\u00fchrten, weil die Aufl\u00f6sung zu schlecht war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das digitale Patienten-Dossier aber, wird uns noch lehren, was passiert, wenn Sicherheitsaspekte neu erfunden werden m\u00fcssen (da man damit ganz viel, unheimlich viel Geld verdienen kann) und die Kosten der eigentlich Projektierung um ein vielfaches \u00fcbersteigen.  Irgendjemand bezahlt diesen Unsinn (Sorry meine Meinung)! Der Steuerzahler, der Patient oder am Schluss der Arzt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alleine die vielen Speziallisten*Innen die es nun in jedem nur erdenklichen Fach (von Ethik bis Datenschutz) gibt und die ihr 6 stelliges Jahresgehalt abholen, lassen mich nur noch fragend zur\u00fcck.   F\u00fcr jedes noch so kleine Projekt (was hier einer der 1000 kleinen Schritte bedeutet) , auch solche die in anderen L\u00e4ndern wunderbar funktionieren, werden Abkl\u00e4rung-Studien, Machbarkeit-Analysen usw. angefordert. Diese Berichte werden dann durch mehrer Instanzen gepr\u00fcft und dann? Als nicht durchf\u00fchrbar gestempelt in den Keller gelegt. Wir Schweizer*Innen m\u00fcssen ja immer alles neu erfinden.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als NichtArzt muss ich gestehen, sehe ich ein krankes KVG in der Grundversicherung. Medikamente die 750&#8217;000 Franken und mehr kosten, ja sogar von einem Pharma-Riesen in Teilzahlung f\u00fcr die Kassen angeboten werden. Die Begr\u00fcndung der hohen Kosten sind Vergleiche, was es kosten k\u00f6nnte, wenn der Patient dieses Medikament nicht einnimmt.  Mit diesen Gr\u00fcnden k\u00f6nnte auch ein Durchfall\/Migr\u00e4ne-Medikament pro Tablette gut 450 bis 2000 Franken kosten, als Begr\u00fcndung ein nicht statt findender Arbeitsausfall. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-medium-font-size has-pale-cyan-blue-background-color wp-block-paragraph\">Und nun mal ehrlich, w\u00e4re da nicht auch eine Position <strong>6059 <\/strong>n\u00f6tig, bei einem Patienten der als Beispiel mit einem Bandscheibenvorfall zum Chiro kommt? Gesch\u00e4tzt geht so ein Patient 14 Tage fr\u00fcher zur Arbeit und die Position w\u00e4re so mit 800 bis 1500 TaxPunkten pro Sitzung zu verrechnen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> Retractatio by Peter Meierhans<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Meinung des Autors (und ausschliesslich von diesem) 2013 erstelle ein(e) Chiropraktor*In noch eine Rechnung, sandte sie dem Patienten und fertig. Aufwand? Administration und Marke waren die Kosten. 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